Die Anforderungen an Gesundheitseinrichtungen verändern sich rasant und werden zunehmend komplexer. Klimawandel, steigende Energiekosten, regulatorische Anforderungen und massiver wirtschaftlicher Druck treffen die Leistungserbringer in einer Phase, die bereits durch hohe Belastungen, wie dem Fachkräftemangel, geprägt ist. Gleichzeitig wächst die Verantwortung des Gesundheitssektors, aktiv zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Stärkung der eigenen Klimaresilienz beizutragen. Nicht zu vernachlässigen sind zudem enorme Potentiale, durch die Einsparung von Ressourcen die eigene finanzielle Situation
wieder zu verbessern.
Vor diesem Hintergrund wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen eines Förderprojektes durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit „Plan H: Planetary Health-Kurs für nachhaltige und klimaresiliente Gesundheitseinrichtungen“ ein Fortbildungsangebot etabliert, das Einrichtungen bei der Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Strukturen unterstützt. Umsetzende Kooperationspartner sind die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-
Westfalen (KGNW), die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e.V.) und das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI). Die intensive Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Einrichtungen sowie beteiligten Referent:innen und Expert:innen hat deutlich gezeigt: Der Bedarf an umsetzungsorientierter Qualifizierung im Gesundheitswesen ist hoch – ebenso wie der Wunsch nach praxisnahen, kompakten und strategisch ausgerichteten Weiterbildungsformaten.
Die neue Konzeption baut auf den Erkenntnissen, Rückmeldungen und Praxiserfahrungen des auslaufenden Projekts auf. Inhalte, Methodik und Struktur wurden gezielt weiterentwickelt und angepasst, um den aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen noch besser gerecht zu werden. Ziel ist es, Verantwortliche in Gesundheitseinrichtungen dabei zu
unterstützen, Nachhaltigkeit und Klimaresilienz strategisch, wirtschaftlich und wirksam in ihren Organisationen zu verankern.
Der insgesamt 6 Monate umfassende Kurs startet am 4. November 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Düsseldorf.
Praxisnah, modular und strategisch ausgerichtet
„Plan H Kompakt“ besteht aus zwei aufeinander abgestimmten Kursteilen, die in ihrer Kombination ein ganzheitliches Qualifizierungsangebot bilden. Je nach Wissensstand der Teilnehmenden können der gesamte Kurs oder auch einzelne Module absolviert werden.
Der Kurs richtet sich an Personen im Gesundheitswesen, die Verantwortung für Nachhaltigkeit, Klimaresilienz oder strategische Entwicklung tragen oder künftig übernehmen möchten.
Dazu zählen beispielsweise:
Neben fachlich fundierter Wissensvermittlung fördert der Kurs auch den interdisziplinären Austausch zwischen Einrichtungen und Berufsgruppen. Die Teilnehmenden profitieren von Praxisbeispielen, gemeinsamen Diskussionen und dem Aufbau eines Netzwerks engagierter Akteur:innen im Gesundheitswesen.
Nach erfolgreicher Teilnahme und Abschluss des gesamten Kurses (mindestens 5 von 7 Vertiefungsmodulen) erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, das die erworbenen Kompetenzen im Bereich klimaresilienter Gesundheitseinrichtungen bestätigt und zugleich die Sichtbarkeit des institutionellen Engagements unterstützt.
Einrichtungen, die frühzeitig strategische Kompetenzen aufbauen, werden nicht nur ihrer ökologischen Verantwortung gerecht, sondern stärken ihre wirtschaftliche Stabilität und Resilienz als Voraussetzung für ihre Zukunftsfähigkeit. Mit „Plan H Kompakt“ entsteht ein modernes Weiterbildungsangebot, das genau an dieser Stelle ansetzt: praxisorientiert, strategisch relevant und konsequent auf die Anforderungen von Gesundheitseinrichtungen zugeschnitten.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag stammt vom Deutschen Krankenhaus Institut.
Er gibt die Sichtweise des Autors wieder und soll die Diskussion über nachhaltige Lösungen im Gesundheitswesen bereichern. Die ZUKE Green Community spricht keine konkreten Produktempfehlungen aus.